Freimaurerinnen in Potsdam

Märkisches Mosaik


Spende an das Projekt „Frauenhaus in Potsdam“

„Gerade auch unter sehr einfachen Bedingungen gibt es gelebte Humanität. Eine Humanität, die im überbordenden Wohlstand leicht verloren gehen kann“ - Diese Gedanken von Otto Herz orten uns dort, wo die Wohltätigkeit  von sozialen Werten geleitet werden sollten

Die „Freimaurerinnenloge Märkisches Mosaik e.V.“  dient der Idee der Völkerverständigung, wendet sich in seinem Bemühen an jedermann und fördert humanitäre Bemühungen. In dieser Hinsicht richten sich die Spenden der Freimaurerinnenloge Märkisches Mosaik, unter anderem, an soziale Projekte der Region. Daher unterstützen die Freimaurerinnen in Potsdam das „Autonomes Frauenzentrum Potsdam e. V.“ mit Spenden für das Projekt „Frauenhaus in Potsdam“. Ziel des Projektes ist die Begegnung und Unterstützung von Frauen und Mädchen auf unterschiedlichen Ebenen in ihren verschiedenen Lebenssituationen, Lebensfragen oder Lebenskrisen sowie die Unterbreitung spezifischer Angebote für Frauen und Mädchen.

Damit beteiligen wir uns gleichzeitig an einer der drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung in der Region. Denn nachhaltig handeln bedeutet auch, die Beteiligung aller am Wohlstand zu ermöglichen. Das schließt Frauen, junge Menschen und Minderheiten mit ein.“


Gästeabende am 07.06.2016 und 27.03.2018: „Meine Zeit, Deine Zeit“

 

Zwei unserer Schwestern vermittelten das Thema zunächst mittels einer Power Point Präsentation, die Bilder zu sieben kontroversen Behauptungen zeigte. Jeweils eine der Schwestern übernahm eine der Positionen und erläuterte sie spielerisch:

  • „Ich habe zu wenig Zeit “ vs. „Wir haben Alle gleich viel Zeit“
  • „Man muss die Zeit ernst nehmen“ vs. „Man soll die Zeit nicht ernst nehmen“
  • „Zeit ist Geld“ vs. „Nein, Zeit ist Leben“
  • „Es ist wichtig pünktlich zu sein“ vs. „Man muss nicht pünktlich sein“
  • „Ich habe die Zeit im Griff “ vs. „Ich lasse die Zeit zwischen meinen Fingern zerrinnen“
  • „Zeitliche Lebensplanung ist Alles! “ vs. „Ich lebe jetzt, das ist meine Zeit“
  • „Ich mache Deine Zeit zu meiner Zeit“ vs. „Ich will nicht, das andere über meine Zeit bestimmen“

In der Präsentation konnten unsere Gäste einen Eindruck davon gewinnen, wie wichtig und interessant es ist, aus den Gedanken und Meinungen anderer lernen zu können. Nach einer kurzen Musikeinlage konnte dann jede der Teilnehmerinnen im Sinne der ABC-Methode ihre Assoziationen zum Wort ZEIT notieren, anschließend der Runde vorstellen und so die Thematik erweitern und bereichern.

Zuletzt wurde auch noch die emotionale Ergriffenheit angesprochen, die uns trifft, wenn wir mit für uns fast unmöglich zu begreifenden Zeitlängen konfrontiert werden. Angesichts von Dingen, denen wir in der Natur oder auch in Gegenständen oder Gebäuden begegnen, und die bereits seit von Tausenden oder Millionen Jahren existieren, wird uns oft auch die Kürze unseres Daseins bewusst.

Die Begeisterung über die Betrachtung der verschiedenen Facetten des Begriffes Zeit und der gegenseitige respektvolle Umgang hat uns sicher alle auf dem nach Hause Weg begleitetDiese und die sich anschließende engagierte Diskussion zeigte einerseits wie unter­schiedlich die Wahrnehmung und die Bedeutung der Zeit für die verschiedenen Frauen nicht nur zum jetzigen Zeitpunkt sondern auch innerhalb ihres Lebens ist und war. Es wurde andererseits aber auch deutlich, dass wir die Zeit weniger nach der Uhr bewerten als vielmehr nach dem, was gerade passiert, wie wir uns dabei fühlen und danach, wieviel Kontrolle wir über das Geschehen haben.

 

Gästeabend am 20.09.2016: „Neid und Missgunst“

  Der Gästeabeend war ganz dem Thema NEID und MISSGUNST gewidmet. Das Thema NEID – immer noch ein gesellschaftliches Tabu-Thema, hat viele Schwestern und Gäste angesprochen, und der Abend war sehr gut besucht. Die Einleitung machte unsere Meisterin vom Stuhl mit einem spannenden Impulsvortrag über Ursachen und Ausprägungen des weit verbreiteten Gefühls und der Frage, wie man Neid bei sich selbst und bei anderen begegnen kann. In der anschließenden lebhaften Diskussion, die in gewohnter freundlicher und respektvoller Weise von nahezu allen Anwesenden gleichermaßen gestaltet wurde, konnten auch positive Aspekte des im allgemein verpönten Gefühles herausgearbeitet werden: Gelingt es uns, unseren eigenen Neid, unsere eigene Eifersucht bewusst zu machen und die Auseinandersetzung damit als eine Herausforderung zu verstehen, unsere vernachlässigten Potentiale zu entwickeln und unsere Grenzen wahrzunehmen, kann Neid sogar als positive Kraft genutzt werden.  Nicht zuletzt kann Neid Ansporn sein, das Beneidete selbst zu erreichen. Heiß diskutiert wurden mögliche Lösungsstrategien im Umgang mit dem als quälend erlebten Gefühl: Den Blick weg von dem oder der Beneideten hin zu den eigenen Stärken lenken erschien hier als wirkungsvollste Strategie. Der Abend endete – so die einstimmige Meinung – viel zu früh…


Freimaurerischer Rundgang durch Potsdam im Jui 2016

 Zu unserem Sommertreffen im Jahr 2016 trafen wir uns zu einem freimaurerischer Rundgang durch Potsdam. In den Sommermonaten haben alle Logen traditionell Logenferien. Allerdings findet bei uns Freimaurerinnen in Potsdam im Sommer immer ein (zwangloses) Treffen von Schwestern mit Gästen statt, in dem man sich auch persönlich etwas besser kennen lernen kann. Im Jahr 2016 war dies eine besondere Veranstaltung.
Wir gingen also – im wahrsten Sinne des Wortes – neue Wege : Statt eines Gästeabends waren wir gemeinsam mit unseren Gästen auf den Spuren der Freimaurer durch Potsdam wandern. Wir haben dazu die Brüder der Winkel & Zirkel Tours, die bereits in Berlin und Hamburg entsprechende Führungen veranstalten, angesprochen. Mit ihren Touren wollten sie auf unterhaltsame Art und Weise Interessierten die Freimaurerei näher bringen bzw. »Insidern« Deutschlands führende Freimaurer-Metropolen aus neuen Blickwinkeln zeigen. Unsere Bitte, auch für uns eine freimauerische Tour durch Potsdam zu entwickeln, haben sie sofort begeistert aufgenommen.

Tour-Guide war Linus M. Scheffran, Jahrgang 1968, Architekt und Mitglied einer Berliner Loge. Für seine Tour hat er gemeinsam mit einem weiteren Bruder zahlreiche Quellen ausgewertet, um uns die große freimaurerische Tradition der Stadt Potsdam noch näher zu bringen. Im Rahmen einer ca. 2 stündigen Tour wurde sie uns verschiedene sichtbare Zeichen der freimaurerischen Vergangenheit aufgezeigt, zu denen das derzeit auch von uns genutzte Logenhaus gehört. An den einzelnen Stationen des Rundganges war dann immer wieder Gelegenheit, vertiefende Gespräche zu führen. Unser freimaurerischer Rundgang durch Potsdam hat auch uns Schwestern neue Wege eröffnet, wir konnten unser Potsdam am Ende sicher mit neuen Augen wahrnehmen.

Anschließend haben wir den Tag mit einem gemütlichen Treffen in einem Cafe ausklingen lassen und dort unsere Eindrücke besprochen.


Freimaurerinnen in Dresden - Lichteinbringung 28. Mai 2016

Wer in Schwung kommen will, braucht Anstöße, die kraftvoll Kreise ziehen. Kreise, die sich immer weiter ausbreiten. Ein Gedanke, ein Wort oder ein ganzes Buch; ein Lächeln, ein Händedruck oder eine hilfreiche Handlung, ein Wissenschaftsprojekt, ein Film oder ein intensives Gespräch – und im entscheidenden Moment verändert sich etwas, gerät in Bewegung, richtet sich neu aus, wird interessant. Deshalb haben sich die Freimaurerinnen in Dresden den Namen MOMENTUM gegeben, was sich mit „Impuls“ oder „Augenblick“ übersetzen lässt und immer wieder daran erinnert, dass gelingendes Leben aus Entwicklung und Bewegung besteht.

Am 28. Mai hat die Loge ihre Arbeit aufgenommen, in einem großen Festakt mit mehr als hundert Freimaurerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie ist die  27. Loge unter dem Dach der Frauen-Großloge von Deutschland und bereits die dritte in Ostdeutschland. Zuvor hatten die 11 Gründerinnen, von denen 10 aus der Potsdamer Loge „Märkisches Mosaik“ kommen, mehrere Jahre lang wichtige Aufbauarbeit geleistet: Sie waren mit Schwung, Kraft und Ausdauer auf den Straßen zwischen Sachsen und Brandenburg unterwegs und konnten vielerorts Impulse setzen und Frauen für die Freimaurerei begeistern.

Der Gedanke des Impulses wurde auch im Bijou umgesetzt. Es stellt bildlich dar, was die Logenmitglieder erwarten und hoffen: dass sich die schwesterlichen Impulse als schwungvolle dynamische Kräfte wellenförmig in konzentrischen Kreisen immer weiter ausbreiten, um schließlich mit anderen Wellen in Resonanz zu treten. Und dass die gemeinsame Arbeit weitere Kreise zieht, dass die Loge wächst und ihrerseits Impulse für die Gründung neuer Logen setzt. Der Amthyst steht für Harmonie, Sensibilität und Liebe und ist der Pulsator, der die Bewegung in Gang setzt und der Trägerin zugleich auch Geborgenheit und Wohlgefühl vermitteln soll.

Die Schwestern der Loge Märkisches Mosaik i. O. Potsdam, die den Aufbau der Loge tatkräftig und schwungvoll unterstützt haben, wünschen ihren Schwestern in Dresden weiterhin gutes Gelingen, Ausdauer und Schwung, viele neue Impulse und weiterhin Freude an der Bewegung.


Märkisches Mosaik am Internationalen Museumstag  22.05.2016

Am 22. Mai 2016 haben die Museen in Deutschland den 39. Internationalen Museumstag gefeiert. In 2016 stand der Museumstag unter dem  Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ und alle Museen waren aufgerufen sich zu beteiligen.

Ordenshaus der Großen Landesloge in der Peter-Lenné-Strasse

Ziel war es unter anderem, die Vielfalt der deutschen Museen zu zeigen. Der Museumstag fand bereits zum 39 Mal jeweils am 3. Wochenende im Mai statt.

Auch das Ordenshaus der Großen Landesloge bat einen Einblick hinter die Kulissen der Freimaurerei.

Wenn es um Freimaurerei geht, dürfen auch die Logen der Frauen-Großloge von Deutschland nicht fehlen. Wir Schwestern der Freimaurerinnenloge Märkisches Mosaik aus Potsdam nahmen in 2016 schon zum 2. Mal auf Einladung unserer Brüder der Großen Landesloge teil, um im Logenhaus in der Peter-Lenné-Strasse in Berlin über unsere Arbeit zu berichten.

Am Fortschritt waren im Laufe der Kulturgeschichte immer Frauen beteiligt, die in der Geschichtsschreibung jedoch oft unerwähnt bleiben. Angesichts dieser Tatsache übernehmen Freimaurerinnen nicht einfach nur die Tradition eines Männerbundes, sondern knüpfen an eine ebenso beeindruckende wie motivierende Geschichte von Frauen an. Gerade in den letzten Jahren zeigt sich das große Interesse vieler Frauen an der Freimaurerei.

Mit Schwestern ins Gespräch gekommen

Das Publikum konnte die Schwestern unserer Loge im Gartensaal des Logenhauses an einem Informationsstand finden. Dort wurde die Möglichkeit sich über die Arbeit der Frauengroßloge von Deutschland (FGLD) zu informieren wahrgenommen und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Den ganzen Tag über waren Schwestern unserer Loge vor Ort und Fragen beantwortet. Wenn Sie an der femininen Freimaurerei interessiert sind und gerne zu einem unserer Gästeabende eingeladen werden möchten, melden Sie sich bitte hier an: gast@freimaurerinnen-potsdam.de.

Das Konstitutionspatent der Loge Momentum i. O. Dresden

Wer in Schwung kommen will, braucht Anstöße, die kraftvoll Kreise ziehen. Kreise, die sich immer weiter ausbreiten. Ein Gedanke, ein Wort oder ein ganzes Buch; ein Lächeln, ein Händedruck oder eine hilfreiche Handlung, ein Wissenschaftsprojekt, ein Film oder ein intensives Gespräch – und im entscheidenden Moment verändert sich etwas, gerät in Bewegung, richtet sich neu aus, wird interessant. Deshalb haben sich die Freimaurerinnen in Dresden den Namen MOMENTUM gegeben, was sich mit „Impuls“ oder „Augenblick“ übersetzen lässt und immer wieder daran erinnert, dass gelingendes Leben aus Entwicklung und Bewegung besteht.

Am 28. Mai hat die Loge ihre Arbeit aufgenommen, in einem großen Festakt mit mehr als hundert Freimaurerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie ist die  27. Loge unter dem Dach der Frauen-Großloge von Deutschland und bereits die dritte in Ostdeutschland. Zuvor hatten die 11 Gründerinnen, von denen 10 aus der Potsdamer Loge „Märkisches Mosaik“ kommen, mehrere Jahre lang wichtige Aufbauarbeit geleistet: Sie waren mit Schwung, Kraft und Ausdauer auf den Straßen zwischen Sachsen und Brandenburg unterwegs und konnten vielerorts Impulse setzen und Frauen für die Freimaurerei begeistern.

Der Gedanke des Impulses wurde auch im Bijou umgesetzt. Es stellt bildlich dar, was die Logenmitglieder erwarten und hoffen: dass sich die schwesterlichen Impulse als schwungvolle dynamische Kräfte wellenförmig in konzentrischen Kreisen immer weiter ausbreiten, um schließlich mit anderen Wellen in Resonanz zu treten. Und dass die gemeinsame Arbeit weitere Kreise zieht, dass die Loge wächst und ihrerseits Impulse für die Gründung neuer Logen setzt. Der Amthyst steht für Harmonie, Sensibilität und Liebe und ist der Pulsator, der die Bewegung in Gang setzt und der Trägerin zugleich auch Geborgenheit und Wohlgefühl vermitteln soll.

Die Schwestern der Loge Märkisches Mosaik i. O. Potsdam, die den Aufbau der Loge tatkräftig und schwungvoll unterstützt haben, wünschen ihren Schwestern in Dresden weiterhin gutes Gelingen, Ausdauer und Schwung, viele neue Impulse und weiterhin Freude an der Bewegung.



Vortrag am Gästeabend 19.04.2016

 

von Br. Titus Malms

„Das Schweigen“

Was verhüllt uns das Schweigen?

Titus Malms vermittelte Erkenntnisse von Ewald Balser, Ernst Bloch, den Schweigeregeln der Benediktiner und Trappisten bis hin zu Konfuzius, Laotse und Buddha. Er stellte Bezüge zur Freimaurerei her und beschrieb den Unterschied von Schweigen als einer intellektuellen und Verschwiegenheit als einer moralischen Kategorie. Sich durch Schweigen auf seine innere Stimme zu konzentrieren ist für ihn das Schweigen aus Ehrfurcht, das er wohl unterschieden wissen möchte vom Schweigen aus Dummheit. Das Ende seiner Ausführungen bildeten Auszüge aus dem türkischen Märchen „Der Schweigende“ von Elsa Sophia von Kanthoevener.

Der Vortrag war so vielschichtig, dass wir beschlossen haben, die Gedanken setzen zu lassen nicht in großer Runde zu ergänzen. In kleinen Runden mit Gästen und Schwestern wurden dann die Eindrücke vertieft oder auch Fragen unserer Gäste zu unserer Arbeit beantwortet.